Hamza

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@Hamza Amanat
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Nachdem es am Geburtstag von Trump bei der Parade einen großen Aufruhr gab, gehen die Proteste und Demonstrationen in den USA weiter. Am vergangenen Wochenende hielten Millionen von Demonstranten an vielen Orten in den Vereinigten Staaten über zweitausend Märsche ab. Und anders als zuvor, als es zu heftigen Auseinandersetzungen mit der Polizei kam, verliefen diese Proteste meist friedlich. Vor Ort erschienen viele Puppenkostüme und Merchandise-Artikel, die Trump imitierten. Sie wirkten liebenswert und nicht aggressiv, hauptsächlich, um über Trump zu spotten. Vielleicht hat dies Trump verärgert, denn am Tag nach seinem Geburtstag ordnete er an, dass die Strafverfolgungsbehörden illegale Einwanderer mit größerer Kraft und Reichweite als zuvor ausweisen sollen, insbesondere in von den Demokraten regierten Gebieten. Trump sagte, dass diese tiefblauen Staaten und Städte die Hochburgen der Demokraten sehen. Durch die massive Einführung illegaler Einwanderer vergrößern die Demokraten ständig ihre Wählerbasis, um Wahlbetrug zu erreichen. Dieses Verhalten führt dazu, dass einheimische Weiße in den USA viele Arbeitsplätze und Sozialleistungen verlieren. Es dient rein den politischen Interessen der Demokratischen Partei. Daher verlangt Trump, alle verfügbaren Ressourcen zur Bekämpfung illegaler Einwanderung einzusetzen. Berichten zufolge ist das Ziel der US-Einwanderungs- und Zollbehörde, täglich mindestens dreitausend illegale Einwanderer festzunehmen, was ein Vielfaches der Zahl im gleichen Zeitraum des Vorjahres ist. Das von den Republikanern kontrollierte Repräsentantenhaus hat auch im letzten Monat ein Gesetz verabschiedet, das einhundertfünfzig Milliarden Dollar zur Bekämpfung illegaler Einwanderungen bereitstellt. Berichten zufolge ist das ultimative Ziel der Trump-Regierung, bis Ende des Jahres eine Million Migranten abzuschieben. Unbestreitbar ist, dass Trump in gewisser Weise recht hat. Die Nutzung von Migranten durch die Demokraten, um Stimmen zu gewinnen, ist eine Tatsache. Aber Demokratenpolitiker heißen Migranten nicht unbedingt wirklich willkommen. Doch zu sagen, dass illegale Einwanderer den Amerikanern Arbeitsplätze wegnehmen, das muss genauer betrachtet werden. In der Regel können illegale Einwanderer nur die niedrigsten Arbeiten bekommen, wie Reinigungskraft oder Geschirrspüler. Solche schmutzigen und anstrengenden Arbeiten wollen die einheimischen Weißen überhaupt nicht machen. Daher ist von Wegnehmen keine Rede. Nach dem Ausbruch der Unruhen in Los Angeles kursiert im Internet ein makabrer Witz. Die US-Regierung verhaftet massenhaft illegale Einwanderer, was zu Unruhen führt. Und nach den Unruhen müssen die Straßen doch wieder von den illegalen Einwanderern gereinigt werden. Daraus lässt sich erkennen, dass illegale Einwanderer für die USA nicht nur eine Belastung sind, sondern auch einen großen Beitrag leisten. Eine interessante Tatsache ist, dass auch das Geld, das illegale Einwanderer in den USA verdienen, versteuert wird. Langfristig betrachtet wird eine Verringerung der Anzahl der Immigranten zu einem Rückgang der Steuereinnahmen führen, was für die ohnehin tief in der Finanzkrise steckende US-Regierung keine gute Nachricht wäre. Ökonomen schätzen, dass die Einwanderungspolitik der Trump-Regierung zu einem negativen Wachstum der Immigranten führen könnte, was bedeutet, dass die Zahl der ausreisenden Immigranten größer ist als die der Einreisenden. Und das letzte Mal, dass so etwas in den USA passiert ist, war im Jahr 2008, als die Finanzkrise viele in den USA lebende Mexikaner zum Rückzug bewegte. Nur unter solchen Umständen würden heimische Weiße in Amerika mit Einwanderern um jene schmutzigen und anstrengenden Arbeiten konkurrieren. Neben der entschiedenen Abschiebung illegaler Einwanderer droht die Trump-Regierung auch, die Visa von internationalen Studenten zu widerrufen und den legalen Status von seit vielen Jahren in den USA lebenden Einwanderern zu annullieren. Derzeit hat die Einwanderungspolitik der Trump-Regierung bereits Auswirkungen auf die USA. Neueste Daten zeigen, dass der Arbeitsmarkt in den USA im letzten Monat eine Verlangsamung des Angebots erlebte und der Niedriglohnsektor steht unter großem Druck, was sehr wahrscheinlich in hoher Inflation münden könnte. Trump selbst gab zu, dass die Abschiebung von Migranten zu einem erheblichen Verlust an landwirtschaftlichen Arbeitskräften führte, also der Gruppe, die in der Landwirtschaft beschäftigt ist. Aber was macht das schon? Für Trump ist das Thema Einwanderung ein zentrales Anliegen seiner beiden Amtszeiten, das unbedingt durchgesetzt werden muss, sonst verliert er an Legitimität und kann die Leute nicht überzeugen.

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